Landesverband Sachsen

LUDWIG FUN - Streaming-Konzert

und weitere interessante Angebote im Rahmen der Herbstakademie

Der MDR wird mit großem Aufwand ein LUDWIG FUN - Streaming-Konzert umsetzen, welches interaktiv sein wird und eine komplett neue Form von Musik - Fortbildung darstellen wird!

Es geht hier um Klassik -Anschaulichkeit, Praxisnähe und Aktivität -drei didaktische Grundsätze, gepaart mit den Möglichkeiten der digitalen Welt Das hat MDR KLASSIK zu einem Pilotprojekt motiviert, welches sich unter dem Arbeitstitel „Streaming-Konzerte“ in der Laborphase befindet. Zur Herbstakademie 2020 wird MDR KLASSIK das erste Mal die Konzeption in die Praxis umsetzen und die Teilnehmenden ein interaktives Konzert erleben lassen. Zwei Aktionsräume werden digital und durch eine Doppelmoderation miteinander verbunden. Begleitet von verschiedenen Interaktionen für das Publikum spielen Mitglieder des MDR-Sinfonieorchesters Musik rund um den großen Jubilar der Musikwelt 2020: Ludwig van Beethoven

Auch darüber hinaus bietet die Herbstakademie interessante Angebote. Eine Anmeldung lohnt.

Hier eine Zusammenfassung der Angebote für die Musik.

Hier die Möglichkeit einer Anmeldung.

Soforthilfe-Zuschuss "Härtefälle Kultur"

Mit dem Zuschuss unterstützt der Freistaat Sachsen gemeinnützig anerkannte freie Träger im Bereich Kunst und Kultur, freie Träger im Bereich Kunst und Kultur ohne anerkannte Gemeinnützigkeit, deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit infolge der amtlichen Maßnahmen während der Corona-Pandemie beeinträchtigt ist. Die Unterstützung wird zur Überbrückung finanzieller Engpässe gewährt, die zwischen 15. März 2020 und 31. Dezember 2020 entstanden sind.

Infos

Ziel ist es, durch den Zuschuss finanzielle Engpässe zu überbrücken, die im Verlauf des Jahres 2020 entstehen, und so die Existenz der Träger zu sichern sowie zum Fortbestand der vielfältigen Kulturlandschaft beizutragen.

Im Rahmen der Förderung können Sie Liquiditätsbedarf geltend machen, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen (coronabedingte Mindereinnahmen) und/oder notwendige zusätzliche Betriebsausgaben (coronabedingte Mehrausgaben, z. B. für Hygienemaßnahmen, digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht.

Leistungen Dritter, die Sie erhalten haben oder beanspruchen können, sind vom Liquiditätsbedarf abzuziehen (z. B. Zuschüsse des Bundes, Leistungen der Kommunen und Kulturräume, Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz, Versicherungsleistungen).

Es ist nur möglich, gleichzeitig mehrere Zuschussprogramme des Freistaates Sachsen mit ähnlicher Zielrichtung in Anspruch zu nehmen, wenn die Summe der Zuschüsse den Bedarf nicht übersteigt (keine Überkompensation).

Antragsberechtigt sind juristischen Personen des Privatrechts mit oder ohne anerkannte Gemeinnützigkeit und satzungsgemäß als freier Träger in einem der oben benannten Bereiche der Förderung von Kunst und Kultur tätig sind.

Fördermittel stehen im Programm derzeitig noch in Höhe von ca. 23 Mill. € zur Verfügung. Die Antragstellung ist relativ einfach, Bescheide erfolgen kurzfristig.

Ausgestaltung des Musikunterrichts im Schuljahr 2020/21

„Die konkrete Planung und Umsetzung aller Maßnahmen obliegt auch im Schuljahr 2020/21 der einzelnen Schule.“ Damit weist der Handlungsleitfaden zur Organisation des Regelbetriebes unter Pandemiebedingungen den Schulleiterinnen und Schulleitern eine hohe Verantwortung zu. Er ermöglicht damit aber auch die Lösungen an die konkreten Bedingungen der Schule anzupassen.

In Bezug auf das Fach Musik sind drei Vorgehensweisen an der Schule denkbar:

  • Die Schulleitung beauftragt die Musiklehrperson mit dem Ergreifen geeigneter Maßnahmen für die Sicherung des Musikunterrichtes unter den aktuellen Bedingungen. Die aus dem Handlungsleitfaden abgeleiteten konkretisierenden Hinweise können ihr dann Rat und Richtschnur sein.
  • Die Schulleitung ist sich unsicher, wie mit dem Musikunterricht umgegangen werden soll. In diesem Fall kann die Musiklehrperson die Hinweise weiterreichen und die Schulleitung hat damit einen Ausgangspunkt für das Festlegen geeigneter Maßnahmen.
  • Die Schulleitung legt Maßnahmen fest, die unangemessen über den Handlungsleitfaden hinausgehen und ihm widersprechen, indem z.B. die Stundentafel nicht eingehalten wird oder die Umsetzung der verbindlichen Lernbereiche des Lehrplans nicht möglich ist. Hier können die streng auf den Handlungsleifaden abgestimmten Hinweise eine Argumentationshilfe sein.

 

Hinweise zur Umsetzung des Handlungsleitfadens... zur Organisation des Regelbetriebes unter Pandemiebedingungen sowie der Empfehlungen beim Singen des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus in Bezug auf das Fach Musik

„Die allgemeinen Hygienebestimmungen wie Händehygiene, Hustenetikette, Abstandsregeln, Raumlüftung sind auch im Musikunterricht einzuhalten. Neben diesen vorbeugenden Maßnahmen spielt die Raumgröße eine besondere Rolle. Der Raum sollte so groß wie möglich in Bezug auf die darin befindliche Personenzahl und in Bezug auf Abstandsgebote gewählt werden. Das Singen im Chor/Ensemble ist kritisch zu beurteilen und daher zunächst noch nicht möglich. Beim Musizieren mit Leihinstrumenten muss gewährleistet sein, dass diese desinfiziert werden können. Es ist zu prüfen, ob musikpraktische Inhalte ggf. zeitlich verlagert oder durch musiktheoretische Inhalte ersetzt werden können.“ (Auszug aus dem Handlungsleitfaden)

Alle Hinweise gelten, wenn nicht anders angegeben, für die Stufen 1 und 2 des sächsischen Vier-Stufen-Plans für die Rückkehr der Schulen zum Normalbetrieb.

Raumsituation

  • Es ist für den Musikunterricht der größtmögliche, geeignete Raum der Schule zu nutzen. Das kann z.B. die Aula sein.
  • Der Raum sollte zwischen den Unterrichtsstunden und während des Unterrichts etwa aller 30 Minuten gründlich gelüftet werden.
  • Insoweit das Wetter das erlaubt, ist es auch sinnvoll und möglich im Freien zu singen, zu tanzen und ggf. auch zu musizieren.

Singen

  • Das gemeinsame Summen in der Klasse kann als ein Singen mit geschlossenem Mund entwickelt und als vielfältige und attraktive Möglichkeit genutzt werden, eine Vielzahl von Lernzielen des Musikunterrichtes (Intonation, Mehrstimmigkeit, Repertoire) zu erreichen.

  • Beim Singen von Einzelpersonen sollte ein Abstand von 3 Metern bis zur nächsten Person eingehalten werden. Es wird empfohlen, das Singen möglichst an das Stundenende zu verlagern. Das Singen sollte die Dauer von 15 Minuten nicht überschreiten.

  • Beim gemeinsamen Singen sollten sich die Schülerinnen und Schüler versetzt aufstellen und alle in dieselbe Richtung singen.

  • Beim Einsatz von Mikrofonen können austauschbare Plastiktüten über diese gestülpt werden.
  • Für das Singen im Chor/Ensemble ist ein Hygienekonzept unter Einhaltung von Ziffer II.15 der jeweils geltenden Fassung der Allgemeinverfügung – Vollzug des Infektionsschutzgesetzes – Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie – Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus zu erstellen.

Musizieren

  • Es ist sinnvoll, Musikinstrumente, die von mehreren Schülerinnen und Schülern genutzt werden, wenigstens einmal am Tag zu reinigen, auch wenn das nicht vorgeschrieben ist.
  • Bei stärkerem Infektionsgeschehen ab Stufe 2 ist es empfehlenswert, Instrumente jedes Mal bei Klassenwechsel zu desinfizieren.
  • Schülerinnen und Schülern, ist es zu ermöglichen, ihr Instrument direkt vor und/oder nach Gebrauch zu desinfizieren.
  • Beim Klassenmusizieren ist es sinnvoll feste Musiziergruppen zu bilden und zu dokumentieren.
  • Für Blasinstrumente sind besondere Hygienemaßnahmen für die Beseitigung des Kondensats und der Reinigung der Instrumente vorzusehen (regelmäßiges Reinigen des Bodens, Einweg-Papiertaschentücher, geschlossene Abfalleimer).

Bewegen und Tanzen

  • Der Hinweis zum Fach Sport, Bewegungsangebote, die keine intensiven körperlichen Kontakte erfordern, auszuwählen, ist auch auf den Musikunterricht anzuwenden.
  • Besonders geeignet sind Formationstänze, Line-Dances, Tänze, die eigentlich Berührungen vorsehen, aber auch ohne diese umsetzbar sind. In Stufe 2 ist ein Abstand von zwei Metern zwischen den Tanzenden vorzusehen.
  • In Stufe 1 sind auch Tänze mit Handfassungen möglich. Unmittelbar vor und nach der Tanzphase sollten die Hände desinfiziert werden.

Formen der Zusammenarbeit

  • Insbesondere an der Grundschule kann es sinnvoll sein, dauerhafte Gruppen zu bilden, die bei Gruppenarbeiten in allen Fächern in der gleichen Zusammensetzung zusammenarbeiten.
  • Geringe Abstände und Berührungen, die beim Lernen normal sind, sind auch aktuell möglich. Geringe Abstände und Berührungen, die für das Lernen nicht notwendig sind, sollten vermieden werden.
  • Die Loslösung musiktheoretischer Inhalte von ihrer musizierpraktischen Anwendung ist im Präsenzunterricht nicht sinnvoll.
  • Eine Trennung von Theorie und Praxis im schulischen Präsenzunterricht, erscheint wenig zielführend.
  • Formen des E-Learning  sollten etabliert und in die Planung des Unterrichts einbezogen werden; so sind Musiklehrperson und Schülerschaft auch darauf vorbereitet, den Musikunterricht unter den Bedingungen einer zeitweisen Schulschließung in den Stufen 3 und 4 online fortsetzen zu können.

Sie haben Fragen oder Hinweise zur Umsetzung des Musikunterrichts im Schuljahr 2020/2021? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: Maik Oyen (Primarstufe) und Christiane Hein (Sekundarstufe)

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Ein ungewöhnliches Schuljahr hört auf...

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Schuljahr 2019/2020 wird sicherlich in vielerlei Hinsicht nachhaltig bleiben. Mit der Umsetzung der neuen Stundentafel (und damit Kürzung von Musikstunden), „angepassten“ Lehrplänen und neuen Richtlinien der Ganztagsangebote hielt das Schuljahr engagierte Musiklehrerinnen und Musiklehrer schon am Anfang in "Bewegung". Dass dies aber durch die Covid-19-Pandemie und den daraus flächendeckenden Schulschließungen noch weit in den Schatten gestellt werden würde, konnte keiner vorausahnen. 

Plötzlich hatte nichts mehr Bestand und auch das kulturelle Leben erlosch. Das änderte sich auch mit den vorsichtigen Öffnungen nur zum Teil, kulturelle Angebote werden abgespeckt, durchaus auch kreativ aber natürlich niemals ganz befriedigend umgesetzt.

Gerade aber die schulischen Prozesse waren und sind heute noch hart davon betroffen. Die Situation an den Schulen bildet einen Flickenteppich ab, der auch in der Zukunft noch anhalten wird. Viele Schulleitungen sind verunsichert und ein "gemeinsam" gibt es nicht. Der Musikunterricht und die Ganztagsangebote in den Schulen waren eingestellt und der Lockdown führte bei vielen Kindern und Jugendlichen zu einem musikalischen „Stillstand“. Die so bezeichneten "wichtigsten" Fächer (Wir wissen es anders!) stehen nun im Vordergrund! Wenn jetzt von aufzuholenden Defiziten gesprochen wird, dann sollten wir uns als Musiklehrerinnen und Musiklehrer immer daran erinnern, dass diese Zeit auch nachhaltige Defizite im musikalischen Lernen mit sich gebracht haben. Deshalb ist und bleibt der Musikunterricht ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein in einer allumfassenden Bildungslandschaft. Viele Beispiele von engagierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern in der Coronazeit für und mit Schülerinnen und Schülern zeugen davon, dass trotz allem vieles möglich war und ist.

Wir sind daher sehr erfreut darüber, dass unser Verband geschlossen auftritt, die Landesverbände unterstützt und Ideen ballt. So stehen auf unserer Homepage viele kreative Umsetzungsmöglichkeiten von Musikunterricht und immer wieder neueste Informationen zu Veränderungen der allgemeinen Hygienebestimmungen. Bedenkt dabei immer, dass bei vielen Bestimmungen auch nur Empfehlungen darüber stehen und keine Verbote. Das Singen und Musizieren (u.a. in Bläserklassen) ist notwendig und möglich und in Sachsen nicht verboten. Vieles hängt von Räumlichkeiten ab und da sollte dem Fach Musik immer der größte Raum der Schule zur Verfügung stehen. Die Argumentation neben dem Deutlichmachen, dass Musik natürlich per se wichtig ist, ist die Tatsache, dass der Lehrplan nicht ausgesetzt ist und wir uns als Lehrerinnen und Lehrer an diesen zu halten haben. Darin steht die Musizierpraxis im Mittelpunkt.

Besonders freuen wir uns darüber, dass das neue Schuljahr unter „angepasstem Normalzustand“ und wieder stattfindenden Fortbildungen starten soll und kann. Insofern ist auch das 22. Musiksymposium geplant und wir sind froh, dass wir damit hoffentlich nahtlos an unseren erfolgreichen Kongress "Lust auf Musik" kurz vor der Schließung in Dresden anknüpfen können. Das Thema Digitaler Unterricht steht dann natürlich auch auf der Agenda.

Coole Ideen gefunden?

Wir alle haben viele Ideen und Phantasie in neue digitale Unterrichtsformen gesteckt. Wenn Euch dabei etwas gelungen ist, dass es weiterzugeben lohnt, dann schickt uns diese gern zu.

Wir sind sehr neugierig und würden es auch gern auf der Homepage veröffentlichen. Nur Mut!

Für die nun anstehenden Sommerferien wünschen wir Euch gute Erholung, beste Gesundheit und Optimismus für das neue Schuljahr.

Christiane Hein und Henno Kröber

Mit Musik gegen Viren

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit einigen Tagen ist es in den Musikräumen an allen sächsischen Schulen sehr still geworden. Das gab es noch nie; ein Virus hält uns alle in Atem.

In diesen bewegten Zeiten zeigen die Lehrerinnen und Lehrer sich wieder von einer besonderen, ja starken und flexiblen Seite. Von einem Tag auf den anderen stellen wir alle den Unterricht auf „E-Learning“ um. Ganz besonders trifft es das Fach Musik, denn normalerweise wird im Musikunterricht musikalisch praktisch gearbeitet, ist die Einzelleistung sehr eng mit der Gruppendynamik verbunden.

Wir stehen nun gerade vor der Aufgabe, das Kinderzimmer in ein Musikstudio zu verwandeln, in dem die Kinder und Jugendlichen sich nach unserer Anleitung musikalisch produzieren können. Wir erarbeiten musikalische Anleitungen und Aufgaben, entwickeln abwechslungsreiche interaktive Übungen, erstellen eigene Playbacks und kreative Spiele, damit unsere Schülerinnen und Schüler die Zeit zu Hause musikalisch sinnvoll nutzen, Lieder singen oder umdichten, Rhythmen klopfen oder klatschen, Tanzschritte selbst ausprobieren, eigene Pattern entwickeln können.

Und sogar Spaß dabei haben.

Die aktuelle Situation betrifft leider auch die Veranstaltungen unseres Landesverbandes. Die beliebten Highlights „Schulen musizieren“ und „Schule - tanzt“ mussten gestrichen werden. Ob und wie diese nachgeholt werden können, werden wir in den nächsten Wochen mitteilen.

Für die nächste Zeit wünschen wir allen Lehrenden und Lernenden Ausdauer, Phantasie, Ideenreichtum und Kreativität. Gern könnt ihr mit uns in Austausch treten.

Achtet auf euch, sammelt Kraft und bleibt gesund.

Christiane Hein

Der 5. Bundeskongress Musikunterricht 2020 wird verschoben!

Neuer Termin: 28. September bis 2. Oktober 2022, Mannheim

 

Musikalische Bildung braucht Professionalität

Der Bundesverband Musikunterricht (BMU) Sachsen zeigt sich von den heute veröffentlichten Ergebnissen der Bertelsmannstudie zur Musikalischen Bildung in der Grundschule wenig überrascht. Der Studie zufolge fehlen an den Grundschulen in Deutschland 23.000 ausgebildete Musiklehrerinnen und Musiklehrer. Dabei kommt Sachsen in dieser Studie im Vergleich mit anderen Bundesländern noch gut weg. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass der Musikunterricht in der sächsischen Grundschule gerade um eine Stunde auf im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittliche 5 Stunden gekürzt wurde.

Einen massiven Einbruch des musikalischen Lehrpersonals an den sächsischen Grundschulen prognostiziert die Studie für die Dekade zwischen 2028 und 2038, weil hier überdurchschnittlich viele Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer in den Ruhestand wechseln. Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante weitere Aufstockung der Studierendenzahlen im Grundschulbereich – insbesondere am Standort Chemnitz – zu begrüßen, die mit Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern ab circa 2027 wirksam wird. Unverständlich bleibt, warum zwar alle Fächer aufgestockt werden, nur Musik nicht.

Daher fordert der Bundesverband Musikunterricht mit hoher Dringlichkeit, auch am Standort Chemnitz das Fach Musik für die Grundschule zu etablieren – die Musikhochschulen in Dresden und Leipzig verfügen über keine Kapazitäten zur weiteren Aufstockung mehr. Dies hätte gleichzeitig den Vorteil, dass Musiklehrerinnen und Musiklehrer direkt in der Region ausgebildet werden, in der sie zukünftig auch zum Einsatz kommen sollen.

Die Grundschule ist der Ort, an dem Kinder aller sozialen Strukturen zusammen kommen, um gemeinsam zu lernen. Die Grundschule ist aus der Sicht des Bundesverbandes Musikunterricht daher der entscheidende Ort, allen Kindern eine solide musikalische Grundausbildung zukommen zu lassen. Musikunterricht in der Grundschule greift das kindliche Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit der musikalischen Umwelt und eigener musikalischer Betätigung auf, er bestärkt dieses Bedürfnis und nutzt es für eine grundlegende musikalische Bildung, die in der weiterführenden Schule sowie im außerschulischen Bereich erweitert wird. Dies ist nur mit qualifizierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern möglich.

 

Die Präsidenten Christiane Hein und Henno Kröber

Presseerklärung zum Download

Studie zum Musiklehrermangel an Grundschulen veröffentlicht

An Grundschulen in Deutschland fehlen 23.000 ausgebildete Lehrkräfte für das Fach Musik. Dies ist das Ergebnis der Studie "Musikunterricht in der Grundschule: Aktuelle Situation und Perspektive", die am heutigen 11. März 2020 vom Deutschen Musikrat, der Konferenz der Landesmusikräte und der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde.


Der BMU begrüßt, dass es erstmalig eine bundesweite Studie gibt, die sich ganz systematisch mit der Situation des Musikunterrichts an den Grundschulen auseinandersetzt. Solch eine Studie für eine föderale Bildungslandschaft zu erstellen, ist kein einfaches Unterfangen, zu unterschiedlich ist die Situation in den einzelnen Ländern.

Insgesamt zeigt die Studie ein schlüssiges Bild, das die vom BMU bisher angeführte Lage jetzt mit konkreten Zahlen belegen kann. Der Mangel an Musiklehrkräften im Bereich der Grundschule ist eklatant und offenbart ein strukturelles Problem, das sich nicht einfach lösen lässt.

In seinem Positionspapier zur Situation des Musikunterrichts an den Grundschulen hat der BMU im September 2019 auf diese Missstände hingewiesen und setzt sich für eine fachlich fundierte Ausbildung ein. Hierzu wird sich der BMU auf der vom Deutschen Musikrat initiierten Fachtagung am 26. März 2020 aktiv einbringen, um gemeinsam mit weiteren Experten ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten, um den Musikunterricht aus seiner derzeitig prekären Lage herauszuführen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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Lust auf Musik! VIII

Lust auf Musik! VIII fand als Mitteldeutscher musikpädagogischer Regionalkongress am 6. und 7. März 2020 in den Räumen der Musikhochschule Dresden (Wettiner Platz) statt.

 

Ein vielfältiges Programm bot für zahlreiche Musiklehrer der Grundschulen und Sekundarstufen Anregungen rund um den Musikunterricht. Dazu wurden, auch in Zusammenarbeit mit Verlagen, zahlreiche Referenten verpflichtet.

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Termine
Mittwoch

F1920: Groove up your Voice, Colour your Song! Ganzheitliches Arbeiten mit Solmisation, Bodypercussion und Boomwhackers (mit Heike Trimpert) BMU-Mitglieder erhalten einen Rabatt von 5€ auf die normale Kursgebühr.

Helbling-Fortbildung in Freital
Samstag
BMU-Bundesmitgliederversammlung (digital)
19:00
Montag

mit vielen Online-Angeboten, u.a. Streaming Konzert des MDR

Herbstakademie

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