Landesverband Sachsen

Empfehlung zur Mündlichen Musikprüfung an Oberschulen

1.    Die Mündliche Musikprüfung ist wie bisher in 2 Varianten möglich: als Prüfung mit und ohne fachpraktischen Teil.

2.    Die Mündliche Prüfung mit fachpraktischem Teil ist sowohl einzeln als auch mit mehreren Teilnehmern möglich. Ein Kontakt zum Zwecke der Abstimmung mehrerer Teilnehmer ist mit entsprechendem Abstand möglich.

3.    Grundsätzlich sollten die räumlichen Bedingungen und die Hygienemaßnahmen der eigenen Schule berücksichtigt werden.

4.    Vor der Prüfung sollte der Prüfungsteilnehmer die Möglichkeit erhalten, die Hände zu waschen bzw. zu desinfizieren.

5.    Der geforderte Sicherheitsabstand zum Schutz beträgt 1,50m - 2,00m.

6.    Zum fachpraktischen Teil Singen: Beim Singen wird ein etwas größerer Abstand von 2,50m empfohlen. Eine Schutzmaske behindert meist die Atmung beim Singen. Der Singende muss nicht direkt in Richtung der Prüfungskommission singen.

7.    Zum fachpraktischen Teil Tanzen: Für das Tanzen erleichtert ein großer/ leergeräumter Prüfungsraum die Einhaltung des Abstandes. Die Prüfungsteilnehmer sollten Berührungen vermeiden.

8.    Zum fachpraktischen Teil Musizieren: Musizieren ist sowohl mit eigenen als auch mit Instrumenten der Schule möglich. Desinfektionsmittel für die Hände und Desinfektionstücher für Instrumente sollten bereit gehalten werden.

9.    Vor und nach der Prüfung sollte gründlich gelüftet werden.

 

Mit Musik gegen Viren

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit einigen Tagen ist es in den Musikräumen an allen sächsischen Schulen sehr still geworden. Das gab es noch nie; ein Virus hält uns alle in Atem.

In diesen bewegten Zeiten zeigen die Lehrerinnen und Lehrer sich wieder von einer besonderen, ja starken und flexiblen Seite. Von einem Tag auf den anderen stellen wir alle den Unterricht auf „E-Learning“ um. Ganz besonders trifft es das Fach Musik, denn normalerweise wird im Musikunterricht musikalisch praktisch gearbeitet, ist die Einzelleistung sehr eng mit der Gruppendynamik verbunden.

Wir stehen nun gerade vor der Aufgabe, das Kinderzimmer in ein Musikstudio zu verwandeln, in dem die Kinder und Jugendlichen sich nach unserer Anleitung musikalisch produzieren können. Wir erarbeiten musikalische Anleitungen und Aufgaben, entwickeln abwechslungsreiche interaktive Übungen, erstellen eigene Playbacks und kreative Spiele, damit unsere Schülerinnen und Schüler die Zeit zu Hause musikalisch sinnvoll nutzen, Lieder singen oder umdichten, Rhythmen klopfen oder klatschen, Tanzschritte selbst ausprobieren, eigene Pattern entwickeln können.

Und sogar Spaß dabei haben.

Die aktuelle Situation betrifft leider auch die Veranstaltungen unseres Landesverbandes. Die beliebten Highlights „Schulen musizieren“ und „Schule - tanzt“ mussten gestrichen werden. Ob und wie diese nachgeholt werden können, werden wir in den nächsten Wochen mitteilen.

Für die nächste Zeit wünschen wir allen Lehrenden und Lernenden Ausdauer, Phantasie, Ideenreichtum und Kreativität. Gern könnt ihr mit uns in Austausch treten.

Achtet auf euch, sammelt Kraft und bleibt gesund.

Christiane Hein

"Reise nach Corona" von unserem Kollegen Markus Pötschke

Der 5. Bundeskongress Musikunterricht 2020 wird verschoben!

Neuer Termin: 28. September bis 2. Oktober 2022, Mannheim

 

Musikalische Bildung braucht Professionalität

Der Bundesverband Musikunterricht (BMU) Sachsen zeigt sich von den heute veröffentlichten Ergebnissen der Bertelsmannstudie zur Musikalischen Bildung in der Grundschule wenig überrascht. Der Studie zufolge fehlen an den Grundschulen in Deutschland 23.000 ausgebildete Musiklehrerinnen und Musiklehrer. Dabei kommt Sachsen in dieser Studie im Vergleich mit anderen Bundesländern noch gut weg. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass der Musikunterricht in der sächsischen Grundschule gerade um eine Stunde auf im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittliche 5 Stunden gekürzt wurde.

Einen massiven Einbruch des musikalischen Lehrpersonals an den sächsischen Grundschulen prognostiziert die Studie für die Dekade zwischen 2028 und 2038, weil hier überdurchschnittlich viele Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer in den Ruhestand wechseln. Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante weitere Aufstockung der Studierendenzahlen im Grundschulbereich – insbesondere am Standort Chemnitz – zu begrüßen, die mit Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern ab circa 2027 wirksam wird. Unverständlich bleibt, warum zwar alle Fächer aufgestockt werden, nur Musik nicht.

Daher fordert der Bundesverband Musikunterricht mit hoher Dringlichkeit, auch am Standort Chemnitz das Fach Musik für die Grundschule zu etablieren – die Musikhochschulen in Dresden und Leipzig verfügen über keine Kapazitäten zur weiteren Aufstockung mehr. Dies hätte gleichzeitig den Vorteil, dass Musiklehrerinnen und Musiklehrer direkt in der Region ausgebildet werden, in der sie zukünftig auch zum Einsatz kommen sollen.

Die Grundschule ist der Ort, an dem Kinder aller sozialen Strukturen zusammen kommen, um gemeinsam zu lernen. Die Grundschule ist aus der Sicht des Bundesverbandes Musikunterricht daher der entscheidende Ort, allen Kindern eine solide musikalische Grundausbildung zukommen zu lassen. Musikunterricht in der Grundschule greift das kindliche Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit der musikalischen Umwelt und eigener musikalischer Betätigung auf, er bestärkt dieses Bedürfnis und nutzt es für eine grundlegende musikalische Bildung, die in der weiterführenden Schule sowie im außerschulischen Bereich erweitert wird. Dies ist nur mit qualifizierten Musiklehrerinnen und Musiklehrern möglich.

 

Die Präsidenten Christiane Hein und Henno Kröber

Presseerklärung zum Download

Studie zum Musiklehrermangel an Grundschulen veröffentlicht

An Grundschulen in Deutschland fehlen 23.000 ausgebildete Lehrkräfte für das Fach Musik. Dies ist das Ergebnis der Studie "Musikunterricht in der Grundschule: Aktuelle Situation und Perspektive", die am heutigen 11. März 2020 vom Deutschen Musikrat, der Konferenz der Landesmusikräte und der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht wurde.


Der BMU begrüßt, dass es erstmalig eine bundesweite Studie gibt, die sich ganz systematisch mit der Situation des Musikunterrichts an den Grundschulen auseinandersetzt. Solch eine Studie für eine föderale Bildungslandschaft zu erstellen, ist kein einfaches Unterfangen, zu unterschiedlich ist die Situation in den einzelnen Ländern.

Insgesamt zeigt die Studie ein schlüssiges Bild, das die vom BMU bisher angeführte Lage jetzt mit konkreten Zahlen belegen kann. Der Mangel an Musiklehrkräften im Bereich der Grundschule ist eklatant und offenbart ein strukturelles Problem, das sich nicht einfach lösen lässt.

In seinem Positionspapier zur Situation des Musikunterrichts an den Grundschulen hat der BMU im September 2019 auf diese Missstände hingewiesen und setzt sich für eine fachlich fundierte Ausbildung ein. Hierzu wird sich der BMU auf der vom Deutschen Musikrat initiierten Fachtagung am 26. März 2020 aktiv einbringen, um gemeinsam mit weiteren Experten ein zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten, um den Musikunterricht aus seiner derzeitig prekären Lage herauszuführen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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Lust auf Musik! VIII

Lust auf Musik! VIII fand als Mitteldeutscher musikpädagogischer Regionalkongress am 6. und 7. März 2020 in den Räumen der Musikhochschule Dresden (Wettiner Platz) statt.

 

Ein vielfältiges Programm bot für zahlreiche Musiklehrer der Grundschulen und Sekundarstufen Anregungen rund um den Musikunterricht. Dazu wurden, auch in Zusammenarbeit mit Verlagen, zahlreiche Referenten verpflichtet.

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Termine
Mittwoch
Einsendeschluss BMU-teamwork-Wettbewerb
Samstag
BMU-Mitgliederversammlung in Fulda
19:00
Beginn der Veranstaltung

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